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Frei und national wie einst Opa in Polen

Viertelfinale

Freitag, 22.06.2012 20:45 Uhr, Gdansk
Deutschland - Griechenland
  4 : 2  ( 1 : 0 )
1:0 Lahm, 1:1 Samaras, 2:1 Khedira, 3:1 Klose, 4:1 Reus, 4:2 Salpingidis (p.)



So eine schöne Ausgangsposition. Heimspiel in Danzig, Hurra, Hurra, die Deutschen die sind da, SIEG! Da werden Erinnerungen wach, die BILD ist froh und munter und nimmt die jungen Nationalisten gerne beim Wort. Zum Glück hat Deutschlands stürmischstes Blatt heute auch die Olympia-Kette von 1936 wiedergefunden, womit nach meinem Verständnis der Weg für Hitlers Widerkehr frei geworden ist. Und alle so: "SIEG!"

Und dann auch noch gegen Griechenland. So viele schöne blöde Sprüche am Horizont, so weit kann ich gar nicht auswandern wie ich kotzen könnte.

Es tut mir heute sogar mal wieder leid für die deutsche Mannschaft, ein unterhaltsames, teilweise schönes Spiel nach vorn. Wenn nur die ganzen Deutschland Fans nicht wären, nicht zu verwechseln mit deutschen Fußballfans. Graus.

Selbst das Heute Journal in der Halbzeitpause ist sich nicht zu schade für dumme Sprüche über Griechenland, spätestens an jenem Punkt ist leider alles zu spät. Und nicht erst bei den Schland-rufenden Horden.




 

"Beim Fußball der Linken spielen wir nicht einzig und allein, um zu gewinnen, sondern um besser zu werden, um Freude zu empfinden, um ein Fest zu erleben, um als Menschen zu wachsen. Beim Fußball der Rechten ist der Spieler ein Werkzeug für den Sieg bzw. den Tabellenplatz."

Cesar Luis Menotti